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Crossout
Crossout
3.8 (1,308 Stimmen)
Veröffentlichungsdatum 30. Mai 2017

Crossout stellt dir einen postapokalyptischen Schrottplatz hin und sagt: „Bau etwas mit Kanonen.“ Wenn du liebend gern an Panzerung, Waffen und herrlich durchgedrehten Fahrzeugen schraubst, bevor sie im teamorientierten PvP zusammenkrachen, steht dein Name hier schon mit der Spraydose drauf.

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Test
So bewerten wir

Fazit

Crossout macht aus einer Garage voller Schrott dein eigenes gepanzertes Monstrum und schickt es ins teamorientierte PvP, wo sich zeigt, welches Teil zuerst abfällt. Der tiefgehende Baukasten und die wuchtigen Fahrzeuggefechte sind eine klare Empfehlung für Bastler, doch neue Komponenten zu verdienen, kann zäh werden. Bring Geduld mit, schraub noch mehr Kanonen dran und genieß den schönen Schrottplatz-Irrsinn.

Vorteile

  • Extrem flexible Kriegsmaschinen-Builds mit Panzerung, Waffen, Hilfssystemen und Kosmetik für dein nächstes Schrottplatz-Meisterwerk
  • Wuchtiges teamorientiertes PvP, in dem dein liebevoll zusammengeschraubtes Gefährt zum dringenden mechanischen Problem anderer wird
  • Ein Kreislauf aus Garage und Spielerauktion, der neue Builds, Upgrades und herrlich fragwürdige Ideen am Rollen hält
  • Free-to-play-Fahrzeugchaos auf PC, PlayStation und Xbox mit genug Bautiefe für glücklich vor sich hin schweißende Bastler

Nachteile

  • Der Komponenten-Grind kann den Weg zu deiner nächsten lächerlichen Panzerkreation gehörig verlängern
  • Multiplayer-Fokus und benötigte Breitbandverbindung lassen kaum Raum für Schrottplatz-Bastelei ohne Internet

Crossout-Test

Crossout im Überblick

Crossout ist ein Free-to-play-Multiplayer-Fahrzeugshooter, in dem der Entwurf deiner Kriegsmaschine fast so wichtig ist wie das Fahren selbst. Targem Games liefert das Ödland, Gaijin Entertainment veröffentlicht das Spiel. Die fragwürdigen Konstruktionsentscheidungen überlässt man dir. Form, Panzerung, Waffen, Unterstützungssysteme und kosmetische Teile fließen allesamt in dein eigenes gepanzertes Fahrzeug ein.

Im Hintergrund stehen eine Alieninvasion und menschliche Genexperimente, die spektakulär schiefgingen. Der eigentliche Reiz wartet aber in der Garage. Crossout ist für alle, die aus einem Haufen Komponenten eine persönliche Kampfmaschine zusammenschrauben und sie anschließend in teamorientierte PvP- oder PvE-Gefechte schicken wollen.

Am 30. Mai 2017 wechselte Crossout in die dauerhafte Open Beta und erschien am selben Tag für PC, PlayStation 4 und Xbox One. Heute läuft es auf Windows-PC, PlayStation 4 und 5, Xbox One sowie Xbox Series X|S. Crossout Mobile und das Nintendo-Switch-Spiel Crossout Legends sind eigenständige Ableger, keine Fassungen dieses Spiels. Such dir deine Plattform aus, finde die Garage und mach Altmetall zu einer sehr persönlichen Angelegenheit.

Garage rein, Schrottplatz raus

In Crossout wird jede Rückkehr in die Garage zur taktischen Entscheidung: umbauen, aufrüsten und das neueste Gefährt direkt ins nächste Teamgefecht schicken. Schon eine kurze Runde folgt diesem sauberen Kreislauf. Du schraubst ein Fahrzeug zusammen und bestückst es mit Waffen sowie Unterstützungsausrüstung. Dann geht es über zerstörtes Gelände in den Kampf. Anschließend rollst du zurück in die Werkstatt – mit Fortschritt Richtung weiterer Komponenten und ausgefeilterer Mechaniken.

Dein Bauplan ist dein Schlachtplan

Beim Fahrzeugbau bestimmen Spieler Panzerung, Waffen, Unterstützungssysteme und ihre Rolle auf dem Schlachtfeld.

Der Fahrzeugbau gibt Crossout seine Identität. Du wählst weder einen festgelegten Helden noch klickst du dir ein Standardgewehr aus einem Menü. Du entscheidest, wie dein Vehikel aussieht. Du platzierst seine Panzerung, legst seine Waffen fest und ergänzt passende Unterstützungssysteme. Für zusätzlichen Ödland-Style gibt es auch kosmetische Teile. Offenbar hat selbst die Apokalypse noch Ansprüche.

Diese Freiheit macht das Experimentieren zur Hauptsache. Ein Design kann ganz auf Feuerkraft setzen. Es kann möglichst viel einstecken. Es kann nützlich sein oder ein seltsamer Kompromiss, der nur von Optimismus zusammengehalten wird. Die offizielle Übersicht verspricht Tausende mögliche Konfigurationen. In der Garage baust du außerdem ausgefeilte Mechanismen. Über ein Auktionssystem im Spiel handelst du mit anderen. Deine Maschine wird zum Projekt statt zu einem austauschbaren loadout.

Dann schießt der Schrottplatz zurück

Spätere Updates erweiterten Crossouts Fahrzeugkämpfe um Flugmaschinen und Designs im Mecha-Stil.

Im Gefecht zählen nicht mehr nur die Ideen aus der Werkstatt. Jetzt kommt es aufs Fahren, die Positionierung und dein Zielvermögen an. Du steuerst dein Fahrzeug in Teamgefechten und versuchst, gegnerische Maschinen zu zerlegen. Jede Waffe muss also auch während der Fahrt ihren Job erledigen.

Die Third-Person-Perspektive hält dein umgebautes Gefährt im Bild. Das ist wichtig, denn die ganze Fantasie lebt davon, dein selbst gebautes Panzer-Ungetüm in die Gefahr rumpeln zu sehen.

Spätere Updates haben das Prinzip über gewöhnliche Bodenfahrzeuge hinaus erweitert. Flugmaschinen und Gefechte im Mecha-Stil sind im Ödland gelandet. Sie bringen neue Bauideen und Gefechtsformate mit, ohne den zentralen Rhythmus aus Bauen und Kämpfen zu ersetzen.

So wird Crossout zu einem Shooter, bei dem das nächste Match schon vor dem Matchmaking beginnt. Nämlich dann, wenn du in der Garage auf dein Gefährt starrst und flüsterst: Ganz sicher löst noch eine Kanone das Problem.

Ist Crossout Pay-to-win?

Crossout ist eher ein grindlastiges Free-to-play-Spiel als ein erwiesener Fall mit harter Paywall, doch beim Komponentenfortschritt kann sich Zeit wie eine Währung anfühlen. Der Download kostet nichts. Die langfristige Wirtschaft dreht sich darum, Komponenten zu verdienen, fortgeschrittene Mechanismen zu bauen und über die Spielerauktion zu handeln.

Der Haken liegt offen auf dem Schrottplatz: Komponenten zu grinden kann lange dauern, und genau diese Teile bestimmen, was du zusammenschrauben darfst. Wenn der Fortschritt zäh wird, ist der Verdacht auf Pay-to-win deshalb verständlich. Die verfügbaren Informationen belegen allerdings keinen simplen Weg, mit Bargeld garantierte Siege zu kaufen. Die Nutzerbewertungen auf Steam stehen insgesamt weiter auf „Größtenteils positiv“. Das spricht dafür, dass das Free-to-play-Modell den eigentlichen Reiz nicht erstickt hat. So zu tun, als wäre der Grind federleicht, wäre trotzdem unehrlich.

Als Free-to-play-Spieler fährst du besser mit einigen gezielt ausgebauten Builds, statt jedes Bauteil wie einen dringenden Einkaufszettel zu behandeln. Probier aus, was du dir erspielst. Nutze die Spielerauktion mit Bedacht. Und mach das Sammeltempo nicht zum ganzen Spiel. Die Garage ist noch immer großzügig mit Ideen, selbst wenn sie bei den Teilen knausert. Offenbar hat sogar die Apokalypse ein Budget.

Fortschritt und Langzeitmotivation in Crossout

Crossout bleibt spannend, weil jedes neue Bauteil ein weiterer Anlass ist, ein altes Fahrzeug umzubauen oder gleich ein völlig anderes zu erfinden. Über Wochen hinweg liegt der langfristige Reiz weniger darin, einen klassischen Endboss zu erreichen. Stattdessen baust du deine Werkstatt immer weiter aus. Neue Mechaniken eröffnen frische Konstruktionswege. Die Spielerauktion verleiht unerwünschten wie begehrten Teilen wirtschaftlichen Wert. Laufende Updates bringen zudem neue Modi, Waffen und Fahrzeugkonzepte.

Der Grind füttert die Werkstatt

Neue Bauteile liefern langfristige Ziele, weil sie mehr Möglichkeiten zum Umbauen und Experimentieren eröffnen.

Hier wird allerdings auch deine Geduld geprüft. Wer eine breite Sammlung anstrebt, dürfte den Komponenten-Grind als langsam empfinden. Das gilt besonders, wenn ein verlockendes Design auf Teilen beruht, die noch außer Reichweite liegen. Das ist die größte Bremse in einem sonst einladenden kreativen Kreislauf.

Zum Glück hat selbst bescheidener Fortschritt durch das Bausystem einen echten Zweck. Ein nützliches Teil kann einen kompletten Umbau anstoßen, statt bloß irgendeinen Wert nach oben zu schieben. Wer Maschinen gern verfeinert, verschiedene Waffenanordnungen testet und miterlebt, wie Updates das Ödland erweitern, hat einen dauerhaften Grund zurückzukehren. Du bist immer nur ein Bauteil davon entfernt, etwas Vernünftiges zu bauen – und schraubst stattdessen noch eine Kanone dran.

Lohnt sich Crossout?

Crossout lohnt sich, wenn dich der Bau eines individuellen Panzerfahrzeugs genauso reizt wie der Einsatz seiner Waffen. Seine beste Idee ist erfreulich klar: Garage und Schlachtfeld sind zwei Hälften desselben Spiels. In der Werkstatt bekommt dein Fahrzeug Persönlichkeit, im Teamkampf darf jeder schräge Bauplan beweisen, was in ihm steckt.

Kreative Schrauber und Fans von Multiplayer-Fahrzeugkämpfen sollten sich die Schlüssel schnappen. Wer Komponenten-Grinds hasst, lässt die lange Strecke besser aus. Der Einstieg ist kostenlos, also bau eine glorreich fragwürdige Maschine, roll damit in die Schlacht und sieh nach, ob dich der Schrottplatz für sich beansprucht.

FAQ

FAQs

Ja, Crossout ist Free-to-play. Auf der offiziellen Seite von Gaijin Entertainment kannst du das Fahrzeug-MMO auf unterstützten Plattformen ohne Kaufpreis herunterladen. Gepanzerte Konstruktionen bauen, Waffen anschrauben und teamorientiertes PvP bestreiten kostet nichts. Der Preis ist ein langer Komponenten-Grind. Geduld ist damit dein günstigstes Upgrade.

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