Delta Force im Test
Delta Force im Überblick
Der große Reiz von Delta Force liegt darin, waffengattungsübergreifende Großgefechte und nervöse Extraction-Runs unter einem Free-to-play-Dach zu vereinen. Team Jades wiederbelebter Ego-Shooter richtet sich an alle, die Militärgerät, Operator-Fähigkeiten und Waffenanpassung mögen. Außerdem gibt es reichlich Gelegenheiten, einen völlig vernünftigen Plan elegant gegen die Wand zu fahren.
Warfare liefert das große Multiplayer-Spektakel mit Panzern und anderen teuren Argumenten. Hazard Operations dreht sich dagegen um Ausrüstung, Loot und die Frage, ob ihr als Squad geschlossen zur Extraction kommt. Die Kampagne Black Hawk Down steuert Missionen für Singleplayer und Koop-Modus bei. Sie orientiert sich an Operation Gothic Serpent und lehnt sich eng an Ridley Scotts Film an.
Der Start auf PC erfolgte am 5. Dezember 2024. iOS und Android folgten am 21. April 2025. PlayStation 5 und Xbox Series X|S kamen am 19. August 2025 hinzu. Diese breite Plattformauswahl macht die Ansage einfach: Wähle dein Schlachtfeld, schnapp dir ein Squad und überlasse das teure Gerät den Problemen anderer Leute.
Gameplay-Loop: Panzerlärm oder zittriger Rucksack
Delta Force läuft dann zur Bestform auf, wenn du zwischen dem fahrzeuglastigen Chaos von Warfare und den kalkulierteren Loot-Runs in Hazard Operations wechselst. Beide Modi teilen sich Operatoren und Schusswaffen. Der Druck, den sie erzeugen, könnte trotzdem unterschiedlicher kaum sein.
Warfare fährt das schwere Gerät auf
Warfare ist die weitläufige, laute Hälfte des Pakets. Auf riesigen Multiplayer-Schlachtfeldern kämpfen Operator mit Panzern, Helikoptern, Quads und weiteren Fahrzeugen. Spätestens wenn Infanterie und Panzer um denselben Flecken Boden ringen, ist das sehr klar Battlefield-ähnlich.
Die Wahl deines Operators gibt dem Chaos eine Struktur. Zur Auswahl stehen Sanitäter, Aufklärungsspezialisten und Sprengexperten. Jede Rolle bringt andere Fähigkeiten und andere Prioritäten fürs Loadout mit.
Du musst also nicht bloß Eliminierungen jagen. Unterstütze einen Vorstoß, beschaffe Informationen oder halte Verbündete in Bewegung. Oder bring einem Panzer das Konzept von Konsequenzen bei.
Die Waffenanpassung verleiht den Infanteriegefechten eine weitere Ebene. Du wählst nicht einfach eine Waffe und sprintest ins Unglück. Laut Steam wächst das Arsenal stetig, während die dort zitierten Tests vor allem das Schussgefühl und die großen, fahrzeugreichen Schlachten loben.
Die Fantasie dahinter versteht sich sofort: Passe deine Ausrüstung an, wähle eine nützliche Rolle und stürze dich ins Gefecht. Ein Helikopter kann schließlich den gesamten Nachmittag aller Beteiligten umsortieren.
Hazard Operations zieht die Daumenschrauben an
Hazard Operations tauscht die Größe des Schlachtfelds gegen den Druck eines Extraction-Shooters. Du bereitest deine Ausrüstung vor, ziehst mit deinem Squad los, suchst nach Loot und versuchst, die Extraktion zu erreichen. Idealerweise ohne deine Ausrüstung einem anderen Operator zu schenken. Lager, Geld und Crafting stützen diesen Gameplay-Loop auch zwischen den Einsätzen. Die Entscheidungen beginnen also, bevor der erste Schuss fällt.
Dieser Modus belohnt ein überlegteres Vorgehen. Operator-Fähigkeiten bleiben wichtig, doch ebenso zählen dein Loadout und der Wert dessen, was du gerade mit dir herumschleppst. Dringst du tiefer vor, kann deine Loot-Ausbeute wachsen. Steigst du früher aus, sicherst du, was bereits in deinem Besitz ist. Gier bleibt eine starke taktische Doktrin, nur keine besonders subtile.
Der Reiz liegt im Kontrast. In Warfare umarmst du Panzer und den offenen Krieg. Hazard Operations macht dagegen jedes nützliche Fundstück zum Anlass, die nächste Tür noch einmal zu überdenken. Der Wechsel zwischen beiden Modi bewahrt das Schießen davor, in einem einzigen Tempo festzustecken.
Ist Delta Force Pay-to-Win?
Delta Force ist nicht in nennenswertem Maß Pay-to-Win. Die optionalen Mikrotransaktionen drehen sich vor allem um kosmetische Gegenstände, während die Kernmodi kostenlos bleiben. Warfare und Hazard Operations stehen dir offen, ohne dass du Zugang kaufen musst. Der kostenlose Weg ist also keine überlange Demo, sondern ein vollwertiger Einstieg.
Am Rand warten trotzdem Käufe. Dazu gehören Premiumwährung und kosmetische Gegenstände für Waffen. Das ist vertrautes Free-to-play-Gelände, und wer Ingame-Shops nicht ausstehen kann, sollte mit den üblichen Schubsern Richtung Kasse rechnen. Das bislang dokumentierte Modell errichtet jedoch weder eine harte Paywall für Ausrüstung noch zwingt es dich, wie ein Whale zu investieren, um den Kern des Shooter-Erlebnisses zu spielen.
Der vernünftige Weg ist herrlich langweilig: Spiel kostenlos, finde heraus, welcher Modus dich immer wieder zurückzieht, und denk erst dann über kosmetische Gegenstände nach. Schließlich solltest du sie länger als ein Wochenende zu Gesicht bekommen. Deine Kugeln brauchen keine schicke Jacke, um ins Ziel zu finden.
Delta Force: Fortschritt und Spielerlebnis
Delta Force schöpft seinen Langzeitreiz aus gemeinsamem Fortschritt, einem wachsenden Waffenarsenal, Operator-Loadouts und den wechselnden Anforderungen seiner beiden großen Multiplayer-Modi. Warfare liefert Gründe, Rollen und Fahrzeuge auszuprobieren. Hazard Operations hält dich dagegen mit Lagerverwaltung, Crafting, Ausrüsten und dem nächsten Risiko für genau diese Ausrüstung auf Trab.
Ein Konto, mehrere Schlachtfelder
Dein Fortschritt wird auf PC, Konsole und Mobilgeräten gemeinsam geführt. Die veröffentlichten Plattforminformationen weisen allerdings auf einige Einschränkungen hin. Crossplay gibt es außerdem zwischen Konsole und PC. So bleibt ein Account in Bewegung, statt dass du bei jedem Bildschirmwechsel alles von vorn aufbauen musst.
Für Extraction-Spieler hat der Mobile-Zugang noch einen praktischen Nebeneffekt. Laut Community-Berichten kannst du dort Crafting, Lagerverwaltung und Menüs rund ums Geld erledigen, selbst wenn du auf einer anderen Plattform kämpfst. Virtuelle Schränke per Handy zu sortieren, ist nicht glamourös. Noch weniger glamourös ist es, im Einsatz festzustellen, dass die nützliche Ausrüstung daheim geblieben ist.
Vielseitiger Loop mit Ecken und Kanten
Der Langzeitreiz liegt in der Vielfalt, nicht in einem festgezurrten Endgame. Du kannst Waffen und Operator-Setups verfeinern. In Warfare lernst du den Umgang mit Fahrzeugen. Oder du baust dir mit wiederholten Hazard-Operations-Runs Ressourcen auf. Kampagne und Koop-Unterstützung bieten zudem eine Alternative, wenn kompetitiver Multiplayer heute nicht die gewählte Abenddosis Stress sein soll.
Was solltest du vorher wissen? Steam führt die englischsprachigen Nutzerbewertungen insgesamt als „Gemischt“. Auch bei den Konsolenspielern zeichnet die Community ein gespaltenes Bild. Kritisiert werden unter anderem das Controller-Gefühl und ruckelige Performance. Das verhindert eine automatische Empfehlung für jeden Shooter-Fan.
Der Einstieg kostet jedoch null. Die kluge Entscheidung liegt damit auf der Hand: Probiere beide großen Modi aus, passe dein Loadout an und lass das bessere Schlachtfeld den Zuschlag bekommen.
Lohnt sich Delta Force?
Delta Force solltest du ausprobieren, wenn du einen kostenlosen Militär-FPS suchst, der zwischen panzerlastigen Multiplayer-Schlachten und nervenaufreibender Extraction im Squad wechselt. Die Wertung von 3,3 von 5 spiegelt ein Paket mit echter Größe und Flexibilität wider. Gemischte Spielerreaktionen und plattformspezifische Macken verhindern aber den Sprung in die Spitzenklasse.
Wer Operator, Waffenanpassung, Fahrzeuge und Loot-Extraction mag, darf ausrücken. Falls du dagegen makelloses Controller-Gefühl oder einen einzelnen, straff fokussierten Modus erwartest, lässt du es besser liegen. Für alle anderen beträgt der Eintrittspreis null. Such dir einen Operator aus und entscheide, ob der Abend einen Helikopter oder einen nervösen Rucksack braucht. Dann drück auf „Play“.






