State of Survival im Test
Überblick zu State of Survival
State of Survival macht aus dem Aufräumen nach der Zombieapokalypse einen weitläufigen Führungsjob: Du verwaltest eine Siedlung, kämpfst mit Helden, entsendest Truppen und gerätst mit anderen Spielern aneinander. FunPlus International richtet sich damit an alle, denen ein einsamer Überlebender mit rostiger Schrotflinte nicht genügt. Hier bist du der Chief. Du gewinnst Gebiete zurück, baust einen Außenposten aus und machst ihn fit für Untotenhorden und rivalisierende Fraktionen.
Los ging es auf Mobilgeräten, bevor das Spiel auch für Windows erschien. Der Steam-Release folgte am 2. August 2023. Auf PC, iOS und Android ist es Free-to-play. Steam führt Englisch sowie 18 weitere unterstützte Sprachen auf. FunPlus zufolge wurde die mobile Version mehr als 150 Millionen Mal heruntergeladen. Diese Apokalypse hat also reichlich Nachbarn.
Städtebau, Echtzeittaktik, Heldenentwicklung, PvP und MMO-Konkurrenz greifen ineinander. Das zielt direkt auf Spieler, die vor dem Frühstück gern sechs Jobs übernehmen. Chief, Quartiermeister, Truppführer, Zombievernichter. Hervorragendes Leistungspaket.
Gameplay und Kernspielschleife von State of Survival
Die Kernspielschleife hält dich mit Siedlungsausbau, Truppenvorbereitung, Expeditionen auf der Weltkarte und kompakten Echtzeitkämpfen auf Trab. Die meiste Zeit verbringst du in deiner Basis. Du baust und verbesserst Gebäude, sammelst Vorräte und bildest Einheiten aus. So wird aus dem verwundbaren Zufluchtsort schrittweise eine Festung, die Zombieangriffe und feindliche Fraktionen übersteht.
Zwanzig Minuten, mehrere Notfälle
Schon ein kurzer Besuch verlangt schnelle Entscheidungen aus der Kommandozentrale. Du stößt Bauverbesserungen an, sammelst Materialien ein und bereitest deine Truppen vor. Helden wollen ausgerüstet werden. Anschließend schickst du eine Expedition über die Weltkarte. Das Spiel will, dass mehrere Fortschrittssysteme gleichzeitig weiterlaufen, statt dass du jede Minute in eine einzige lange taktische Schlacht steckst.
Für kurze Abstecher passt diese Struktur gut. Die Systeme greifen aber ausreichend ineinander, damit die Routine nicht bloß nach Menüverwaltung schmeckt. Der Ausbau deiner Basis stärkt die Truppen. Stärkere Truppen eröffnen neue Expeditionsmöglichkeiten. Helden bringen wiederum ihre eigene Ausrüstung und ihre Fähigkeiten in Einsätze mit.
Gerade noch verbesserst du die Siedlung. Eine Minute später entscheidest du, welcher Spezialist zum nächsten Haufen schlurfender Probleme aufbricht. Die Apokalypse hat offenbar eine Aufgabenliste entdeckt.
Helden übernehmen die Drecksarbeit
In den Missionen des Explorer Trail geht es in Echtzeitkämpfe, in denen sich deine Helden heranrückenden Infiziertengruppen stellen. Jede Figur bringt eigene Fähigkeiten mit. Sarge kann etwa einen mächtigen, aber fragilen Geschützturm aufstellen. Der liefert zusätzliche Feuerkraft und hält Gegner auf Abstand.
Dabei zählen Standort und Timing. Die praktische kleine Stellung hält Beschuss schließlich nicht ewig aus. Zombies respektieren bekanntlich kein Privateigentum.
So erfüllt der Heldenkader einen handfesten Zweck, der über das Sammeln von Porträts hinausgeht. Du baust Figuren aus, rüstest sie aus und stimmst ihre Fähigkeiten auf unterschiedliche Bedrohungen ab. Das gibt dem größeren Eroberungsspiel eine taktische Ebene.
Genau dieser Kontrast ist der Reiz: Bedachte Siedlungsverwaltung wird immer wieder von kurzen Echtzeit-Panikschüben durchlöchert. Zieh die Mauern hoch. Versorg Sarge. Und lass die Apokalypse deine Aufgabenliste besser nicht sehen.
Ist State of Survival Pay-to-win?
State of Survival ist Free-to-play. Die verfügbaren Shop-Informationen belegen aber nicht, ob Käufe einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschaffen. Das Spiel voreilig als Pay-to-win zu etikettieren, wäre daher geraten. Steam bestätigt den kostenlosen Einstieg. Zu einzelnen Käufen, Preisen, Paywalls oder dem Einfluss von Ausgaben auf die PvP-Stärke liefert die Plattform hier jedoch zu wenig Details.
Das ist relevant, denn hier treffen langfristige Upgrades auf Multiplayer-Strategie und rivalisierende Fraktionen. Diese Zutaten können Ausgabedruck besonders spürbar machen. Sie beweisen aber nicht, dass Wale jeden Kampf automatisch dominieren. Für Free-to-play-Spieler ist der vernünftige Kurs einfach: Lerne den Upgrade-Rhythmus kennen. Baue deinen Heldenkader auf. Schau erst, wie gut Timer und Wettbewerbssysteme in deinen Alltag passen, bevor du etwas kaufst.
Du kannst die Siedlungsschleife und Heldenkämpfe also ohne Eintrittspreis ausprobieren. Nutze die Anfangsphase als Aufklärung. Gib erst Geld aus, wenn der Gegenwert klar ist. Und halte dein Portemonnaie hinter einer stabileren Mauer als deinen Außenposten.
Fortschritt und Multiplayer in State of Survival
Der langfristige Fortschritt dreht sich um den Ausbau deiner Siedlung, stärkere Truppen, bessere Helden und Vorstöße in eine gemeinsame Welt, die von PvP und rivalisierenden Fraktionen geprägt ist. Das Spiel lässt mehrere Fortschrittspfade parallel laufen. Gebäude steigen durch Ausbauten auf. Deine Soldaten wachsen zu einer größeren Streitmacht heran. Helden erhalten Ausrüstung. Expeditionen tragen diese angesammelte Stärke über deine Tore hinaus.
Der lange Bogen zielt weniger auf ein klassisches Ende als darauf, den Schwung zu halten. Es wartet immer noch ein Bauwerk auf den nächsten Ausbau oder ein Trupp auf die Vorbereitung. Für regelmäßige Spieler ist das ein klarer Grund zur Rückkehr. Allerdings kann sich die Sache auch wiederholen. Bauen, Sammeln, Ausbilden und Aufwerten bestimmen den Großteil der Eroberungsschleife. Wenn steigende Zahlen in deinem Kopf die guten Botenstoffe freisetzen, bist du hier richtig. Brauchst du dagegen jeden Abend eine völlig neue Beschäftigung, nutzt sich die Routine womöglich ab.
Im Multiplayer steigen die Einsätze. Deine Siedlung muss mehr als nur Zombiedruck aushalten. Allianzen und rivalisierende Fraktionen machen aus persönlichem Fortschritt einen sozialen Wettbewerb. Die Steam-Nutzerbewertungen spiegeln diesen gespaltenen Reiz wider: 55 Prozent von 483 Bewertungen sind positiv, was dem Spiel das Label „Gemischt“ einbringt. Wer persistente Strategiewelten mag, könnte aber gerade in dieser Reibung den Biss finden, der jedem Ausbau Gewicht gibt. Heute bauen, morgen Haltung zeigen, im Allianz-Chat höflich antworten.
Lohnt sich State of Survival?
State of Survival ist einen Versuch wert, wenn du ein Free-to-play-Strategiespiel suchst, in dem Städteausbau, Helden-Taktik, Zombiegefechte und Multiplayer-Rivalität in dieselbe dauerhafte Kampagne einzahlen. Seine größte Stärke ist die Abwechslung innerhalb einer vertrauten Routine. Du stufst nicht einfach Gebäude hoch. Die Ausbauten stärken deine Truppen, Expeditionen und Echtzeitkämpfe mit Helden. Allein Sarges platzierbarer Geschützturm verleiht dem Ganzen mehr Persönlichkeit als der nächste anonyme Fortschrittsbalken.
Mit 3,6 von 5 Punkten gibt es eine Empfehlung – sofern die Erwartungen stimmen. Wer vielschichtigen Basenbau, den Ausbau seines Heldenkaders, PvP-Druck und regelmäßige Check-ins mag, dürfte sich hier wohlfühlen. Suchst du dagegen eine abgeschlossene Kampagne oder klar dokumentierte Grenzen dessen, was Käufe bewirken, solltest du deinen Einsatz lieber gering halten. Der Eintritt kostet schließlich nichts. Tritt ein, nimm im Chefsessel Platz und lass die Zombies ihren Anmarsch zu den Bauzeiten bereuen.





